Handlungsfeld 3 Leistungsfähige und nachhaltige gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsarchitektur Strategische Ziele und Maßnahmen CERT-Strukturen in Deutschland stärken Die Bundesverwaltung sichern Staatliche und nichtstaatliche „Computer Emergency Response Teams“, kurz „CERTs“, sind als zentrale Anlaufstellen für präventive und reaktive technische Maßnahmen im IT-Sicherheitsbereich ein wichtiger Baustein jeder nachhaltigen Cyber-Sicherheitsarchitektur. Durch sie wird weltweit der Notwendigkeit von Informationsaustausch und Koordination auf der informationstechnischen Fachebene Rechnung getragen. In Deutschland nimmt das BSI mit dem CERT-Bund für die Verwaltung sowie seinen Angeboten für Betreiber Kritischer Infrastrukturen, die Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger sowie als zentrale Ansprechstelle für ausländische und internationale CERTs die Rolle des nationalen CERTs wahr. Weitere eigenständige CERTs existieren zudem bei anderen Bundesbehörden sowie in den Länderverwaltungen, in einzelnen Unternehmen und in wissenschaftlichen Einrichtungen. Diese Strukturen müssen im Interesse gesamtgesellschaftlicher Cyber-Sicherheit weiter ausgebaut und vernetzt werden. Das BSI wird die Zusammenarbeit im Verwaltungs-CERTVerbund (Bund-Länder) sowie mit Unternehmens- und Wissenschafts-CERTs weiter intensivieren und alle wesentlichen Akteure an einen Tisch bringen. Die bestehenden CERT-Strukturen in Deutschland sollen so unter Wahrung des Erreichten in einem gemeinsamen Prozess vervollständigt und verbessert werden. Dabei ist die Entwicklung des Cyber-AZ zu berücksichtigen. Die rasante technologische Entwicklung, die zunehmende Komplexität der Informations- und Kommunikationstechnik sowie die Digitalisierung der Verwaltung stellen auch in der Bundesverwaltung neue Anforderungen an das IT-Sicherheitsmanagement. Der „Umsetzungsplan für die Gewährleistung der IT-Sicherheit in der Bundesverwaltung“ (Umsetzungsplan Bund – UP Bund) als verbindliche IT-Sicherheitsleitlinie für alle Behörden des Bundes wird hierfür auf die aktuellen technischen wie organisatorischen Entwicklungen neu ausgerichtet. 34 | Cyber-Sicherheitsstrategie Mit dem Gesamtprojekt „IT-Konsolidierung Bund“ wird die grundsätzliche Zusammenführung der IT-Betriebe der unmittelbaren Bundesverwaltung angestrebt. Ein Kernziel ist dabei auch die Stärkung der IT-Sicherheit. Mit dem Projekt „Netze des Bundes“ wird eine einheitliche und sichere Netzinfrastruktur der Bundesverwaltung geschaffen. In einem ersten Schritt werden hierfür die vom Bundesministerium des Innern verantworteten Bestandsnetze auf ein gemeinsames Netz migriert und so ein einheitliches, erhöhtes IT-Sicherheitsniveau etabliert. Um in Zukunft eine schrittweise Migration der übrigen Netze der Bundesverwaltung zu erreichen, wird das gemeinsame Netz auch als Integrationsplattform für alle IT-Netze der Bundesverwaltung fungieren. Die Bundesregierung hat darüber hinaus ein Programm zur Förderung der sicheren mobilen Kommunikation aufgesetzt. Neben der Sensibilisierung für den Einsatz von sicheren IT-Produkten wird auch auf die Berücksichtigung von sicherheitsrelevanten Eigenschaften bei ­Beschaffungen hingewirkt werden. Zudem wird die Resilienz der ITSysteme des Bundes erhöht, um Schadensfälle, die sich nicht vermeiden lassen, besser kompensieren zu können. Cyber-Sicherheitsstrategie | 35

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