StGB
311.0
auf andere Art die Gefahr beseitigt, dass die Urkunde, die Sache oder die
Daten in der in den §§ 223 bis 225a bezeichneten Weise gebraucht werden.249
2) Besteht die Gefahr eines solchen Gebrauches nicht oder ist sie ohne
Zutun des Täters beseitigt worden, so ist er nicht zu bestrafen, wenn er sich
in Unkenntnis dessen freiwillig und ernstlich bemüht, sie zu beseitigen.
§ 227
Vorbereitung der Fälschung öffentlicher Urkunden oder Beglaubigungszeichen
1) Wer mit dem Vorsatz, sich oder einem anderen eine Urkundenfälschung in Beziehung auf eine inländische öffentliche Urkunde oder eine
ausländische öffentliche Urkunde, wenn sie durch Gesetz oder zwischenstaatlichen Vertrag inländischen öffentlichen Urkunden gleichgestellt ist (§
224), oder eine Fälschung öffentlicher Beglaubigungszeichen (§ 225) zu
ermöglichen, ein Mittel oder Werkzeug, das nach seiner besonderen
Beschaffenheit ersichtlich zu einem solchen Zweck bestimmt ist, anfertigt,
sich oder einem anderen verschafft, feilhält oder einem anderen überlässt, ist
mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.
2) Nach Abs. 1 ist nicht zu bestrafen, wer freiwillig, bevor das Mittel
oder Werkzeug zur Begehung einer der dort genannten strafbaren Handlungen gebraucht worden ist, durch dessen Vernichtung oder auf andere Art
die Gefahr eines solchen Gebrauches beseitigt. § 226 Abs. 2 gilt entsprechend.
§ 228
Mittelbare unrichtige Beurkundung oder Beglaubigung
1) Wer bewirkt, dass gutgläubig ein Recht, ein Rechtsverhältnis oder
eine Tatsache in einer inländischen öffentlichen Urkunde unrichtig beurkundet oder an einer Sache ein unrichtiges öffentliches Beglaubigungszeichen angebracht wird, ist, wenn er mit dem Vorsatz handelt, dass die
Urkunde im Rechtsverkehr zum Beweis des Rechtes, des Rechtsverhältnisses oder der Tatsache gebraucht werde oder die Sache im Rechtsverkehr
gebraucht werde, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen.
2) Ebenso ist zu bestrafen, wer eine gutgläubig hergestellte unrichtige
inländische öffentliche Urkunde, deren Unrichtigkeit von ihm oder einem
Dritten vorsätzlich bewirkt wurde, im Rechtsverkehr zum Beweis des
Rechtes, des Rechtsverhältnisses oder der Tatsache gebraucht, oder wer eine
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Fassung: 01.01.2017