Französische Nationale Strategie FüR DIE Digitale Sicherheit — 2. ZIEL « Die digitale Entwicklung kann in einem Cyberspace nicht nachhaltig sein, in dem Staaten nicht die richtigen Verhaltensweisen für einen ausgewogenen und für alle Nationen vorteilhaften digitalen Übergang einhalten » der Gesundheitsdaten, kann in der Tat zu Angriffen auf die individuelle und kollektive Sicherheit oder einfacher zu einer missbräuchlichen kommerziellen Nutzung führen (Weiterverkauf an Versicherungsgesellschaften, zum Beispiel). Die digitale Entwicklung kann in einem Cyberspace nicht nachhaltig sein, in dem Staaten nicht die richtigen Verhaltensweisen für einen ausgewogenen und für alle Nationen vorteilhaften digitalen Übergang einhalten und in dem einige Wirtschaftsakteure den ganzen digitalen Datenreichtum, vor allem persönliche Daten, d.h. Ressourcen für zukünftige Generationen, in Beschlag nehmen. ZIEL Frankreich wird eine Nutzung des Cyberspace in Übereinstimmung mit seinen Werten entwickeln und dort das digitale Leben seiner Bürger schützen. Es wird seinen Kampf gegen die Cyberkriminalität und die Unterstützung von Cyberverbrechensopfern verstärken. AUSRICHTUNGEN > Unsere Werte in den elektronischen Kommunikationsnetzwerken und in den internationalen Instanzen fördern und verteidigen. Die Menschenrechte gelten sowohl « online » als auch « offline » . Deshalb muss der Cyberspace ein Ort der freien Meinungsäußerung für alle Bürger bleiben, wo Missbräuchen nur innerhalb der gesetzlich festgesetzten Grenzen und in Übereinstimmung mit unseren internationalen Verpflichtungen vorgebeugt werden kann. Frankreich fördert diesen Ansatz, der einen freien und offenen Cyberspace in den internationalen Instanzen erhalten soll. Es obliegt dem Staat, die Bürger über die Manipulationsrisiken und Propagandatechniken Krimineller im Internet zu informieren. Nach den Attentaten in Frankreich im Januar 2015 hat die Regierung eine Informationsplattform zu den Risiken der islamistischen Radikalisierung über die elektronischen Kommunikationsnetzwerke eingerichtet. « Stop-djihadisme.gouv. fr ». Dieser Ansatz könnte auf andere Propaganda- oder Destabilisierungsphänomene ausgeweitet werden. Es obliegt den für Verteidigung und Sicherheit zuständigen Diensten, diese Phänomene zu erkennen und der Regierung die Anwendung dieser Mittel zu empfehlen. > Den Opfern von Cyberverbrechen vor Ort Unterstützung gewähren. Das Innenministerium und die nationale Sicherheitsbehörde für IT-Systeme werden 2016 mit der Unterstützung der Ministerien für Justiz, für Haushalt und öffentliche Finanzen, für Verteidigung, für Wirtschaft, für Industrie und für digitale Technologien eine nationale Anlaufstelle für Cyberverbrechensopfer einrichten. Aufgabe dieser Anlaufstelle wird es auch sein, die Wichtigkeit des Schutzes des digitalen Privatlebens und der Vorbeugung bewusst zu machen. Diese Aufgabe soll lokal durch die Präfekturen und die Dienste des Staates unterstützt werden. An diesem Auftrag werden sich das territoriale Netz der ANSSI, regionale Delegierte mit wirtschaftlichen Kompetenzen und die für Wirtschaftssicherheit zuständigen Dienste des Innenministeriums, das Netzwerk « digitaler Übergang » und das Netzwerk der Banque de France teilnehmen. Letztere könnte in ihre Unternehmensbewertungen bald das Cyber-Risiko als Kriterium aufnehmen. Die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und alle beruflichen Netzwerke im weiteren Sinne werden ebenfalls beteiligt sein. Die Rechtsform und Organisation der Anlaufstelle 21

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