Französische Nationale Strategie FüR DIE Digitale Sicherheit — 2. ZIEL ENJEUX D ie Franzosen haben zwar im allgemeinen Vertrauen in die digitalen Technologien, misstrauen aber deren Auswirkungen auf ihr tägliches, vor allem ihr persönliches, Leben. Einerseits sorgen sie sich um die Nutzung und Aufbewahrung ihrer persönlichen Daten, andererseits vertrauen sie sie jedoch Plattformen an, deren Nutzungsbedingungen auf Kosten der Benutzer gehen können. Die Vorgehensweise bei einigen Hackerangriffen auf Unternehmen oder Behörden zeigt ebenfalls, wie schwer Privat- und Berufsleben bei der Nutzung von Geräten und Dienstleistungen voneinander zu trennen sind. Bei Hackerangriffen auf Privatpersonen geht es meistens um finanzielle Bereicherung. Die Bauernfängerei wird im großen Maßstab von immer besser organisierten Verbrechern mit immer wirksameren Methoden betrieben: Die Kontrolle über ein benutztes persönliches Gerät — Computer, Tablet, Smartphone — übernehmen, Identitätsdiebstahl, die Zugangsdaten von Bankkonten oder Online-Shops stehlen, eine virtuelle Liebesbeziehung beginnen, um die Überweisung von Geld zu fordern, die Daten einer ahnungslosen Person verschlüsseln und dann ein Lösegeld verlangen usw. Wenn es auch keine spezielle Hackertechnik anwendet, so ist das durch die elektronischen Kommunikationsnetzwerke erleichterte und verstärkte Mobbing doch ein Cyberangriff auf Personen, der manchmal dramatisch ausgehen kann. Bei schweren IT-Zwischenfällen, welche Behörden oder Operatoren mit entscheidender Bedeutung betreffen, ist die nationale Sicherheitsbehörde für IT-Systeme klar und eindeutig der staatliche Ansprechpartner. Das öffentliche Angebot ist jedoch schwerer auszumachen, wenn es um die Unterstützung von Cyberverbrechensopfern geht. Diese können kleinere und mittlere Unternehmen, Freiberufler, Gebietskörperschaften oder Privatpersonen sein. Die Opfer von Cyberverbrechen werden em- 20 pfohlen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Sie hat sich auf die Bearbeitung solcher Streitsachen eingestellt. In diesem Rahmen geht es jedoch in erster Linie um die Identifizierung der mutmaßlichen Täter des Cyberverbrechens und die strafrechtliche Verfolgung dieser Täter. Die Opfer müssen sich an einen Unterstützungsdienst für die Bearbeitung des IT-Ereignisses wenden können, das zu dem Cyberverbrechen geführt hat. Die sozialen Netzwerke und Plattformen bilden schleichend Meinungen und übermitteln Werte, die manchmal nicht diejenigen der französischen Republik sind. In einigen Fällen, können sie für Fehlinformationen und Propagandazwecke gegenüber den französischen Bürgern instrumentalisiert werden. In einigen Fällen richten sich die Meinungen gegen unsere grundsätzlichen Interessen und stellen einen strafbaren Angriff auf die Verteidigung oder die nationale Sicherheit dar. Darüber hinaus begünstigen die neuesten und gleichzeitigen Entwicklungen neuer Nutzungen und neuer Techniken zur Datenspeicherung und -verarbeitung das Risiko eines wirtschaftlichen Ungleichgewichts und eines Angriffs auf die individuelle Sicherheit von Personen und Staaten. Zwar ist ein freier Datenverkehr einschließlich der Erfassung persönlicher Daten über Online-Geräte, der zum Beispiel durch einen Handelsvertrag geregelt wird, wünschenswert. Jedoch haben es Oligopole auf diese Daten abgesehen, deren Werte und Praktiken weder dem französischen noch dem europäischen Konzept des Privatlebens noch deren rechtlichem Rahmen entspricht. Die massive und unrechtmäßige Erfassung bestimmter persönlicher Datenarten, wie z.B. « Die sozialen Netzwerke und Plattformen bilden schleichend Meinungen und übermitteln Werte, die manchmal nicht diejenigen der französischen Republik sind. »

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