DIGITALE KOMPETENZ
Schwerpunkt: Aus-, Fort- und Weiterbildung
Förderung von digitalen Kompetenzen in Heilberufen
Federführendes Ressort: BMG
Ziel:
• Aufnahme
digitaler Inhalte in die Ausbildungsangebote der akademischen und nicht
akademischen Heilberufe
Die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitssystems muss auch in den Ausbildungen der akademischen und nicht akademischen Heilberufe abgebildet
werden. Das bedingt sowohl die Vermittlung notwendiger digitaler Kompetenzen als auch den sinnvollen
Einsatz digitaler Lehr- und Lerntechnologien.
Dazu wurden nicht nur Workshops und Förderungen auf den Weg gebracht, sondern auch sukzessiv
digitale Kompetenzen im Zuge der Neuregelungen/Änderungen von Approbationsordnungen bzw. von
Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen (Regelung der Mindestanforderung) ausgerichtet an den Zielen
der jeweiligen Berufsqualifikationen und den Ausbildungsinhalten aufgenommen. So beinhalten sowohl
die im Januar 2020 in Kraft getretene Reform der Pflegeberufe und Berufsreform für Hebammen als auch
die im September 2020 erfolgte Anpassung der Ausbildung der Psychotherapeutinnen und Psychothera
peuten bereits Kompetenzinhalte digitaler Gesundheit. Angestrebt wird eine Anpassung auch für die
neuen Ausbildungen der Berufe in der medizinischen Technologie sowie die bundesrechtlich neu geregelte Ausbildung in der Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenz sowie die aktuell
im Verordnungsgebungsverfahren befindliche neue Approbationsordnung für Ärzte und Ärztinnen.
Im Zuge der Sonderregelungen im Rahmen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite sollen
zudem digitale Lern- und Lehrformate weiter ermöglicht werden. In diesem Zusammenhang fördert das
BMG das Vorhaben „Nationale Lernplattformen für digitales, patientenbezogenes Lernen im Medizinstudium“ (DigiPaL), das zwei digitale Plattformen zu den Themen „virtuelle Notaufnahme“ und „simulative
Lernumgebung“ ausbaut, um sie anschließend in die Curricula der medizinischen Fakultäten aufzunehmen und allen Studierenden zur Verfügung zu stellen.
Umsetzungsschritte:
• 3.
Juni 2019: BMG-Workshop zu den „Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesundheitsberufe mit
Fokus auf die ärztliche Tätigkeit“ mit verschiedenen interprofessionellen Expertinnen und Experten.
(erledigt)
• 1 5. Juli 2019: Veröffentlichung einer Rahmenbekanntmachung zum Förderschwerpunkt: Digitale Inno
vationen für die Verbesserung der patientenzentrierten Versorgung im Gesundheitswesen – Modul 4
„Smarte Kommunikation“ (u. a. die Auswirkungen der Digitalisierung des Gesundheitswesens auf die
Kompetenzen der Angehörigen der Heilberufe und Empfehlungen für die Ausbildung). (erledigt)
• A
b 2019/2020: Veröffentlichung einer spezifischen Förderbekanntmachung, Förderung von digitalen
Lehrformaten und laufende Anpassung der Berufsgesetze. (laufend)
• S
ukzessive Aufnahme digitaler Kompetenzen im Zuge der Neuregelungen/Änderungen von Approbationsordnungen bzw. von Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen (Regelung der Mindestanforderung)
ausgerichtet an den Zielen der jeweiligen Berufsqualifikationen und den Ausbildungsinhalten. (laufend)
22 | DIGITALISIERUNG GESTALTEN – UMSETZUNGSSTRATEGIE DER BUNDESREGIERUNG
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