StGB
311.0
sie in Anspruch genommen worden ist, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs
Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
2) Wer die Tat begeht, um sich oder einem anderen einen Vermögensvorteil zuzuwenden oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen, ist mit
Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen
zu bestrafen.
3) Ebenso ist ein von einem Gericht oder einer anderen Behörde für
ein bestimmtes Verfahren bestellter Sachverständiger zu bestrafen, der ein
Geheimnis offenbart oder verwertet, das ihm ausschliesslich kraft seiner
Sachverständigentätigkeit anvertraut worden oder zugänglich geworden ist
und dessen Offenbarung oder Verwertung geeignet ist, ein berechtigtes
Interesse der Person zu verletzen, die seine Tätigkeit in Anspruch
genommen hat oder für die sie in Anspruch genommen worden ist.
4) Den Personen, die eine der in den Abs. 1 und 3 bezeichneten Tätigkeiten ausüben, stehen ihre Hilfskräfte, auch wenn sie nicht berufsmässig
tätig sind, sowie die Personen gleich, die an der Tätigkeit zu Ausbildungszwecken teilnehmen.
5) Der Täter ist nicht zu bestrafen, wenn die Offenbarung oder Verwertung nach Inhalt und Form durch ein öffentliches oder ein berechtigtes privates Interesse gerechtfertigt ist.
6) Der Täter ist nur auf Verlangen des in seinem Interesse an der
Geheimhaltung Verletzten (Abs. 1 und 3) zu verfolgen.
§ 122
Verletzung eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses
1) Wer ein Geschäfts- oder Betriebsgeheimnis (Abs. 3) offenbart oder
verwertet, das ihm bei seiner Tätigkeit in Durchführung einer durch Gesetz
oder behördlichen Auftrag vorgeschriebenen Aufsicht, Überprüfung oder
Erhebung anvertraut oder zugänglich geworden ist, ist mit Freiheitsstrafe
bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
2) Wer die Tat begeht, um sich oder einem anderen einen Vermögensvorteil zuzuwenden oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen, ist mit
Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
3) Unter Abs. 1 fällt nur ein Geschäfts- oder Betriebsgeheimnis, das der
Täter kraft Gesetzes zu wahren verpflichtet ist und dessen Offenbarung
Fassung: 01.01.2017
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